Joadre

Menschenhandel ist ein globales Problem...

…das jedes Land dieser Erde betrifft. Menschen auf der Suche nach besseren Zukunftsperspektiven werden oft Opfer von Menschenhändlern, die sie auf gefährlichen Routen nach Europa bringen, da es an adäquaten und legalen Wegen nach Europa mangelt. In Europa angekommen, entpuppt sich der vermeintliche Traum von einem besseren Leben in Europa zuerst einmal als Falle, denn die Lebensbedingungen als Asylbewerber mit wenigen Rechten sind dort oft harsch.

Botschafter Programm

Trete unserem Botschafter Programm bei und unterstützte uns, über Menschenhandel aufzuklären. Warum? Unsere Mission Menschenhandel zu verhindern ist nur möglich, wenn möglichst viele Menschen darüber Bescheid wissen. Wir bieten dir als BotschafterIn flexible Optionen an, dich zu engagieren, deine Freunde, Nachbarn und Familie aufzuklären und ihnen unsere fair hergestellten und einzigartigen Produkte anzubieten. Lass uns wissen, wie du starten willst. Willst du eine Homeparty, eine Jamsession, eine Cocktailparty, eine Lesung, ein Aufklärungsquote-Workshop oder doch lieber ein Pop-up Store organisieren? Vielleicht bist du nicht nur ein Organisationstalent, sondern auch noch ein IT-Liebhaber. Dann kannst du auch deine Botschafter-ID nutzen und uns im Web vernetzen. Unser Team freut sich, dich durch den Prozess zu leiten und stattet dich mit dem nötigen Material von Infobroschüren bis zu den Produkten aus. Wenn du dabei sein willst, schreibe uns auf network@joadre.com oder downloade unsere App HubCouture und schreibe uns direkt im Chat > @joadre.

Menschenhandel. Wie kommt es dazu? / Warum gibt es Menschenhandel?

Oft werden diesen Menschen von einem großen Schamgefühl über ihre unwürdige Situation in Europa begleitet, die sie ihren zurückgeblieben Verwandten und Freunden verbergen. Menschenhandel entsteht durch Armut, schlechte Arbeitschancen und durch einen Mangel an Bewusstsein über das Problem Menschenhandel in Flucht- sowie in Zielländern.

Auf der anderen Seite besteht eine große Nachfrage nach billiger Arbeit und Produkten in Europa, die von großen Firmen gestillt wird, ohne dass diese sich dem negativen impact ihrer Unternehmensstrategie stellen. Das hat zur Folge, dass viele junge Frauen und Männer unter 2 Dollar am Tag arbeiten müssen, nur um in der globalen und sehr kompetetiven Wirtschaft zu bestehen. Mit einem so geringen Einkommen fällt es vielen Familien schwer, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder unabhängig genug zu sein, um ein eigenes Business zu gründen. Dieser Wirtschaftskreislauf muss durchbrochen werden und durch den Aufbau eines nachhaltigen Wirtschaftssystems muss gefährdeten Menschen eine Chance gegeben werden, an einer fairen globalen Wirtschaft als selbstbewusster und unabhängiger Teil zu partizipieren. Deshalb müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass wir uns bewusst darüber werden, weshalb es Menschenhandel gibt und das Europas Wirtschaft und unser Konsumverhalten ein Teil des Problems darstellen. Wir müssen uns und unseren Freunden, Familie, Kollegen, unserem gesamten sozialen Netzwerk bewusst machen, dass unsere tägliche Auswahl an billigen Waren auf die Kosten anderer Menschen geht. Das ist der Grund für diese Projektinitiativ und diese Vortragsreihe: wir haben uns zum Ziel gesetzt, Sie dabei zu unterstützen, Menschenhandel aufzuklären und ihn somit zu verhindern.
Wenn Sie aktiv werden wollen und unsere Vortragsreihe für Ihr Event buchen möchten, füllen Sie bitte linksstehendes Formular aus.

Vortragsreihe über Menschenhandel. 

Unser halbstündiger Vortrag bringt Ihrem Publikum die Ausmaße des menschlichen Leids, das Menschenhandel verursacht, näher und gibt Einblick in das globale Problem des Menschenhandels sowie bietet Lösungen und Möglichkeiten an, wie jeder einzelne sich dagegen engagieren kann. Denn bei wem liegt die Verantwortung, dieses globale Problem zu verhindern? Bei der Politik, bei der Wirtschaft, bei der Zivilgesellschaft, bei einem selbst? Mit einem spannenden Vortrag kombiniert mit Bild- und Videomaterial kann sich das Publikum in die Situation derer hineinversetzen, die von Menschenhandel betroffen sind und es werden Wege aufgezeigt, wie jeder von uns selbst aktiv gegen Menschenhandel werden kann.

Wir freuen uns, Sie auf diese halbstündige Reise mitzunehmen. Gerne auch gratis, wenn wir unseren Pop-up Store bei Ihrem Event präsentieren dürfen. Natürlich organisieren wir, wenn gewollt, die Promotion vor sowie nach Ihrem Event über unsere sozialen Medien.

5 Fakten über Menschenhandel.

  1. Zwischen 2013 und 2014, 15.846 Menschen wurden alleine in der EU als Opfer von Menschenhandel registriert. 76% davon waren Frauen.
  2. 67% sind Opfer sexueller Ausbeutung, 5% davon waren Männer, 95% davon waren Frauen und Mädchen.
  3. Zwischen Januar und September 2015 wurden 4.371 Frauen und Mädchen aus Nigeria über Lybien nach Europa gehandelt.
  4. Außerhalb der EU sind die am meist betroffenen Länder Nigeria, Albanien, China, Marokko und Vietnam.
  5. Innerhalb der EU kommen die meisten Opfer aus den Niederlanden, Bulgarien, Ungarn, Polen und Rumänien. (Quelle – European union report on the progress made in the fight against trafficking in human beings (2016). Download link.)

Programme, speaker & 5 facts!

Über die Vortragende Joana Adesuwa Reiterer.

joana-fotoDie 1981 geborene Joana Adesuwa Reiterer hat bereits mit 19 Jahren, während ihres Studiums der Polymer-Technologie, ihre erste Boutique mit eigenem Modelabel in Nigeria aus eigenen finanziellen Mitteln eröffnet und zahlreiche Modeevents für die Film- und Entertainmentindustrie organisiert, in welcher sie auch selbst als Schauspielerin tätig war. Im Jahr 2003 verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Österreich, wo sie 3 Jahre später nach persönlicher Erfahrung mit dem Problem Menschenhandel die NGO Exit gründete mit dem Ziel den Handel mit afrikanischen Frauen zu bekämpfen. Als Schlüsselaktivität im Kampf gegen Menschenhandel initiierte Joana eine Reihe von Aufklärungskampagnen im gesamten deutschsprachigen Raum. In Kooperation mit der United Nations on Drug and Crome UNDOC und der International Organization for Migration IOM führte sie 2011 das NAWA Festival durch, das als Aufklärungskampagne in Nigeria sowie in weiteren 6 europäischen Ländern stattfand.

Joana widmete einen großen Teil ihrer Arbeit und Zeit Frauen, die in Österreich, Deutschland und der Schweiz Opfer von Menschenhändlern geworden sind, zu beraten und zu unterstützen, wobei sich ihre kulturelle Herkunft als wichtige Voraussetzung gezeigt hat. Neben ihrer Arbeit im Verein EXIT, produzierte sie mehrere Kurzfilme, veröffentlichte zwei Romane, war Teil eines von der UN organisierten Theaterstücks in Wien und New York, initiierte eine Reihe von Medienberichten sowie leitete eine auf ihren Büchern basierte Aufklärungstour im deutschsprachigen Raum – und das alles mit dem Ziel in Europa über Menschenhandel aufzuklären. Nach 10 Jahren im Vereinsbereich mit der Organisation EXIT, gründete sie 2014 das Sozialunternehmen Joadre mit dem Ziel Schneiderinnen in von Menschenhandel betroffenen Regionen eine bessere Zukunftsperspektive zu bieten. Joadre entwickelte sich von dieser Ausgangsidee zu einer Plattform, junge Unternehmer in betroffenen Regionen bei der Realisierung ihres eigenen Businesses zu unterstützen, um somit mehr Arbeitsplätze für gefährdete Menschen zu schaffen.

Joana wurde bereits mit vielen Preisen und Nominierungen für ihr Engagement, Menschenrechte zu fördern, geehrt.

Fakten, die man kennen muss!

  • 1,2 Millionen Kinder werden durchschnittlich pro Jahr gehandelt (UNICEF)
  • 500.000 Frauen werden jährlich in Europa zur Prostitution gezwungen (IOM)
  • 100.000 nigerianische Frauen sind bereits Opfer von Menschnhändlern in Europa geworden (Ware Frau)
  • 50-75% aller Prostituierten in Wien sind Opfer von Menschenhandel (OSCE)
  • Sexuelle Ausbeutung ist eines der lukrativsten Geschäfte in Europa (circa 2,5 Billionen Umsatz)
  • Circa 49% aller Opfer von Menschehandel sind erwachsene Frauen, 18% erwachsene Männer, 33% sind Kinder.
  • Circa 53% aller gehandelten Personen weltweit werden sexuell ausgebeutet.
  • Circa 79% aller gehandelte Frauen und Mädchen weltweit werden sexuell asugebeutet.
  • Weltweit, 83% aller betroffenen Männer und Jungs werden als Arbeitssklaven ausgebeutet.
  • In Europa, 69% aller betroffenen Männer und Jungs werden als Arbeitssklaven ausgebeutet.